AG 06: Das Maß der Unordnung

Dienstag und Mittwoch
13:30 – 15:30 Uhr
online

Prof. Dr. Welf Kreiner
Physiker i.R. | ehem. Fakultät für Naturwissenschaften Universität Ulm

Die Naturwissenschaften, so ihr Ruf, beruhen auf exakten Gesetzmäßigkeiten. Weniger bekannt ist, dass Gesetzmäßigkeiten auch auf Zufall beruhen können. Da spielt sogar die Unordnung eine wichtige Rolle, und diese versuchen wir zu messen. Auch wenn jeder unter Ordnung und Unordnung etwas anderes versteht, sie entsprechen ganzen Zahlen, kleinen oder bisweilen auch unvorstellbar großen. Diese Zahlen sind aber gleichzeitig auch Wahrscheinlichkeiten. Moleküle nähern sich ganz von selbst einem bestimmten Zustand, nämlich dem mit der größten Unordnung. Damit kann man so manchen Effekt in der Biologie, der Chemie und der Physik erklären, z.B. die Osmose. Der fachliche Begriff für dieses Phänomen sei jetzt noch nicht verraten. Man gebraucht ihn auch in der Informatik, in der Soziologie oder in der Architektur.