AG 08: Visuelle Täuschungen – Fehlleistung oder Strategie?

Dienstag und Mittwoch,
14:00 – 15:45 Uhr
online

Prof. Dr. Welf Kreiner
Physiker i.R., ehem. Fakultät für Naturwissenschaften, Universität Ulm

Ein manchmal riesengroß erscheinender Mond am Horizont, gerade Linien, die zu Wellen werden, keilförmig wirkende Rechtecke, geometrische Objekte, die gar nicht vorhanden sind oder auch scheinbare Bewegungen: Seit langem sucht man schon nach Erklärungen. Sie werden heute zunehmend als Schlüssel zu Strategien des Gehirns betrachtet mit dem Ziel, die Informationsverarbeitung zu optimieren. Wenige hypothetische Mechanismen reichen aus, um die meisten Täuschungen plausibel zu deuten und sie auch nach einer Art von Taxonomie zu ordnen.

Alle Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich für bestimmte Täuschungen eigene Erklärungsversuche zu überlegen und diese dann als ihren Beitrag mit einzubringen. Gerade Mond und Sonne, einmal am Horizont und dann wieder hoch am Himmel, vor allem bei unterschiedlichen Beobachtungsbedingungen, sind dankbare Objekte.