AG 13: Politik des Friedens. Macht und Moral im Lichte Kants

Montag, Dienstag, Mittwoch
14:00 – 16:00 Uhr
Präsenz

Alternative: online

Dr. Hans-Klaus Keul | Akademischer Mitarbeiter i.R.
ehem. Humboldt- Studienzentrum Universität Ulm


Schon in seinem philosophischen Entwurf von 1795 stellt Kant drei Bedingungen für einen Weltfrieden auf, die auch heute noch aktuell sind: Dieser Friede stützt sich auf die Gewährleistung der Menschenrechte, auf die Wahrung der Souveränität der vertragsschließenden Staaten und nicht zuletzt auf den freien Handel und Austausch der Leistungen innerhalb der Weltgemeinschaft. Doch Kant begnügt sich nicht mit der Feststellung dieser Bedingungen. Ausdrücklich wendet er sich an die Herrschenden, „die des Kriegs nicht müde werden“ und diskutiert das Verhältnis von Macht und Moral, indem er den Typus eines Politikers, dem Recht und Menschenrecht ernst sind, mit dem anderen Typus kontrastiert, der beides zu schieren Mittel der eigenen Machterweiterung missbraucht. Im erste Teil der Veranstaltung sollen zentrale Passagen aus Kants Schrift gemeinsam gelesen und besprochen werden, im zweiten Teil werden wir ihren Aktualitätsbezug herausstellen und nach den heutigen Bedingungen einer Politik des Friedens fragen. Literatur: I. Kant, Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf