AG03: Physiopathologie des Schlafes im Alter


Montag, Dienstag, Mittwoch
14:00 – 16:00 Uhr
Online
via Zoom

Prof. Dr. Hoang Nguyen-Duong | Physiologe
ehemals Abt. Allg. Physiologie Universität Ulm

Normale Schlafmuster variieren im Laufe des Lebens erheblich, wobei es bei älteren Menschen zu weniger effizienten Schlaf kommen kann. Altersmäßige Schlafstörungen sind häufig und vielfältig in ihrem Ursprung und führen zu übermäßiger Tagesmüdigkeit, die einen großen Einfluss auf Tagesleistung und Sicherheit haben kann. Schlaf stellt keinen passiven Zustand der Bewusstlosigkeit dar, sondern einen dynamischen Gehirnprozess, der das Ergebnis des Zusammenspiels zweier weitgehend unabhängiger Grundmechanismen ist: den circadianen Rhythmus und den homöostatischen Schlaftrieb. Es wurde eine große Vielfalt von Faktoren beschrieben, die den Schlaf entweder günstig oder negativ beeinflussen können, wie u.a. Schlafentzug, Schlaffragmentierung, Erkrankungen. Auch chronische Schlafstörungen sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität verbunden. Es ist daher wichtig, dass die Schlafqualität im Alter erhalten bleibt, und Zustände, von denen bekannt ist, dass sie sich negativ auf die Einleitung und Aufrechterhaltung des Schlafs auswirken, sollten entweder verhindert oder behandelt werden.