Sicher in der digitalen Welt
Wie bedroht sind Souveränität & Privatsphäre?
vom 22. bis 25. September 2025

Rückblick
Bei der Herbstakademie widmeten wir uns dem Thema „Sicher in der digitalen Welt“. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche rücken Sicherheit, Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre immer stärker in den Fokus. Unsichere Software, Identitätsdiebstahl, Datenlecks und gezielte Cyberangriffe gehören bereits heute zu unserem Alltag. Unternehmen sehen sich professionell organisierten Angriffen ausgesetzt, Privatpersonen müssen den Umgang mit ihren persönlichen Daten immer bewusster gestalten und öffentliche IT-Infrastrukturen geraten immer häufiger unter Druck oder geraten durch proprietäre Lösungen in Abhängigkeiten. Aus unterschiedlichen Forschungs- und Wissenschaftsperspektiven fragten wir danach, wie Souveränität und Privatsphäre angesichts dieser Bedrohungen geschützt werden können.
Prof. Dr. Florian Schaub präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zum Schutz persönlicher Daten bei der Nutzung sozialer Medien, Smartphones und Smart-Home-Technologien. Dr. Bastian Könings und Dr. Matthias Wübbeling verdeutlichen anhand konkreter Beispiele, wie digitale Angriffe auf Unternehmen und Organisationen ablaufen. Prof. Dr. Robert Heinrich zeigt, wie sichere Softwarelösungen entwickelt und Schwachstellen frühzeitig erkannt werden können.
Die Herbstakademie fand in Kooperation mit dem landesweiten „Netzwerk für Senior-Internet-Initiativen Baden-Württemberg e. V.“ statt.
Vorträge
- Eröffnung und EinführungMontag, 23.03.20269:30 – 10:00 UhrLive im Hörsaal H4/5-O25oder online via Zoom Webinar
- Verbinden statt spalten – gegen eine Politik der Polarisierung
- Wie demokratisch, wie demokratiefeindlich sind die Menschen in Deutschland?Weltweit und auch in Deutschland stehen die liberale Demokratie und mit ihr die offene Gesellschaft unter Druck. Akteure von Rechtsaußen nutzen Krisen aus, schüren Misstrauen und befördern Hass und Gewalt. Dabei sind drei Viertel der Menschen in Deutschland demokratisch eingestellt, 70 Prozent machen sich Sorgen über den Anstieg des Rechtsextremismus und viele engagieren sich für die Demokratie.
- Was hält uns zusammen? Gerechtigkeit als Kompass in Zeiten des UmbruchsGesellschaftlicher Zusammenhalt und nachhaltiges Wirtschaftswachstum bedingen sich. Soziale Kohäsion stärkt Vertrauen, Stabilität und kollektives Handeln und wirkt sich damit positiv auf die ökonomische Entwicklung aus. Umgekehrt gefährdet mangelnder Zusammenhalt langfristiges Wachstum, da Polarisierung und soziale Spannungen gesellschaftliche Ressourcen binden und Investitionsbereitschaft mindern.
- Zwischen Vielfalt und UngleichheitIn den vergangenen Jahren haben migrationsspezifische und sozialstrukturelle Dynamiken zu einer besonders tiefgreifenden Pluralisierung der Gesellschaft geführt. Deutschland befindet sich gegenwärtig in einer Phase intensiver demografischer, sozialer und kultureller Transformation: Die Gesellschaft altert – und wird durch Migration zugleich jünger und vielfältiger.