Herausforderungen & Lösungsansätze
Montag 22.09.2025
10:00 – 11:45 Uhr
Live im Hörsaal H4/5-O25
oder online via Zoom Webinar
Jutta Horstmann
TheBetterOrg
Moderation: Dr. Markus Marquard
Digitale Souveränität ist zu einem Schlüsselbegriff der europäischen Digitalpolitik geworden. Sie beschreibt die Fähigkeit von Staaten, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Individuen, digitale Infrastrukturen, Technologien und Daten selbstbestimmt und unabhängig zu kontrollieren. Dabei umfasst sie technologische, rechtliche, soziale sowie wirtschaftliche Aspekte und wird angesichts globaler Machtverhältnisse zunehmend als Voraussetzung für nationale Sicherheit und Autonomie verstanden.
Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis ein Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Nutzerautonomie. Besonders deutlich wird dies im öffentlichen Sektor: Während Open Source-Software (OSS) längst zentrale Grundlage der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft ist, dominiert in der Verwaltung weiterhin proprietäre Software aus dem Ausland. Dies führt zu problematischen Abhängigkeiten. Der IT-Planungsrat erkannte 2021 die Notwendigkeit, durch OSS-Einsatz die digitale Souveränität des Staates zu stärken und so seine technologische Handlungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Quellen: Jutta Horstmann, Stellungnahme Anhörung „Open Source“ im Ausschuss für Digitales (04.12.2024); Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt).

Jutta Horstmann, erfolgreiche Unternehmerin und Digitalexpertin, die sich für Digitale Souveränität, Nachhaltigkeit und Open-Source Software einsetzt. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche hat sie Unternehmen erfolgreich aufgebaut und transformative Veränderungen vorangetrieben. Als CEO des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) unterstützte sie die öffentliche Verwaltung, ihre digitale Unabhängigkeit zu stärken. Als COO und CTO beim der eyeo GmbH trieb sie das Wachstum und die technologische Innovation des Unternehmens voran.