AG 06: Mondphänomen und Informationstheorie


Montag und Dienstag
14:00 – 16:00 Uhr
Präsenz

Prof. Dr. Welf Kreiner | Physiker i. R.
ehem. Universität Ulm

Der Mond, die Sonne oder auch der große Wagen erscheinen uns oft in ganz unterschiedlicher Größe. Schon im Altertum haben Philosophen nach einer Erklärung gesucht. Heute befasst sich zunehmend die Neurophysiologie mit visuellen Wahrnehmungsphänomenen und damit auch mit deren Täuschungen.

Das Bild eines Gegenstands wird in der Netzhaut in ein digitales Signal zerlegt, ähnlich wie bei einer technischen Datenübertragung. Für die Weiterleitung durch den Sehnerv wie auch für die anschließende Verarbeitung gilt dann die Einschränkung, dass in einer Zeiteinheit nur eine begrenzte Menge an Information über einen Datenkanal fließen kann. Daraus entwickeln wir ein Gedankenmodell, das uns sagt, weshalb und in welchem Ausmaß Objekte von stets derselben Größe oft so unterschiedlich groß wahrgenommen werden. Aus dem Modell leiten wir einen algebraischen Ausdruck ab, den wir auch in einer Verlaufskurve darstellen.