Dienstag 24.03.2026
10:00 – 11:30 Uhr
Teilnahme: Live im Hörsaal H4/5-O25 oder online via Zoom Webinar
Prof. Dr. Beate Küpper
Hochschule Niederrhein, Institut SO.CON (Social Concepts)
Hinweis: Die Referentin ist online zugeschaltet.
Moderation: Prof. Dr. Rebekka Hufendiek, Universität Ulm
Weltweit und auch in Deutschland stehen die liberale Demokratie und mit ihr die offene Gesellschaft unter Druck. Akteure von Rechtsaußen nutzen Krisen aus, schüren Misstrauen und befördern Hass und Gewalt. Dabei sind drei Viertel der Menschen in Deutschland demokratisch eingestellt, 70 Prozent machen sich Sorgen über den Anstieg des Rechtsextremismus und viele engagieren sich für die Demokratie. Gleichzeitig ist die große Mehrheit bemerkenswert zufrieden mit ihrem eigenen Leben und ihrer Region.
Doch wie steht die breite Bevölkerung zur Demokratie? Wie verbreitet ist die Bereitschaft, rechtsextremer Ideologie zu folgen? Und welche Rolle spielt die Unzufriedenheit über das Funktionieren von Demokratie, etwa bei der Daseinsvorsorge?
Der Vortrag wirft einen Blick auf die Schatten- wie auf die Haben-Seite und plädiert für zivilgesellschaftliche Verantwortung für die liberale Demokratie. Vorgestellt werden Befunde der aktuellen Mitte-Studie 2024/25, die mit Förderung der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt wird.

Beate Küpper ist Sozialpsychologin und Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Sie arbeitet zu Diversität und Integration, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Sie ist Mitherausgeberin der FES Mitte-Studie und Verbundpartnerin im BMFTR-geförderten Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung.